Meine 1. Yoga-Stunde & meine Fehler

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Meine 1. Yoga-Stunde

 

Um 20 Uhr sollte meine Yoga-Stunde beginnen, um 18 Uhr fing ich an zu googeln, wann man gewöhnlich beim Yoga aufkreuzen sollte. 10 Minuten vorher oder doch schon 30 Minuten vorher? Wirklich hilfreich war Google da nicht, denn da kamen nur Suchergebnisse wie:„Männer müssen sich trauen zum Yoga zu gehen“, was mich jetzt nicht wirklich betrifft oder „Yoga und gehen auf der Stelle“. Also entschied ich mich 10 Minuten vor Kursbeginn da zu sein.

Als ich an kam, war die Hälfte der Kursbesucher im Raum und die andere Hälfte schlürfte noch leckeres Minz-Wasser im Cafébereich von der Vishnuscouch …. Was sollte ich also jetzt machen? Ich kenne hier ja niemanden und im Yogaraum (nennt man das so? Oh man, ich habe echt keine Ahnung:D) weiß ich nicht, was ich machen soll, bis der Kurs beginnt.

Also checkte ich mich erst mal ein (auch das habe ich bei den Anderen abgeguckt) und zog meine Schuhe dort aus, wo alle ihre Schuhe hingelegt haben.

Hilflos😭

Gut …und dann?
Dann stand ich erst mal wieder da und versuchte zu schauen, was denn die anderen danach gemacht haben. „Verdammt, warum bin ich nicht früher gekommen? Eigentlich ätte ich jemanden Schritt für Schritt verfolgen können um ihm dann einfach alles nach zu machen…. Ok vielleicht doch besser so, dass ich jetzt erst da bin.“
Und dann entdeckte ich endlich die Umkleidekabine! Ich tapste also Barfuß  darein und räumte einfach meine leere Tasche für die Yogamatte in den Spinnt. Sicher war  für mich, dass ich keinen leeren Yogamattenbeutel mit den in den Yogaraum nehmen muss. Aber was brauchte ich denn noch während dem Unterricht?

Ich nehme mit…

Ich entschloss mich meine Wasserflasche und einen Pulli mit rein zu nehmen, der leere Beutel, in dem diese Sachen wiederum vorher waren, kam mit dem leeren Beutel für die Yogamatte in den Spint. Zwei leere Beutel also …was eine Spint-Verschwendung.
Also entschied mich dann auch gegen das Minz-Wasser und ging in den großen Yogaraum. Dort langen schon ein Paar auf ihren Matten und machten irgendwelche Übungen, die ziemlich gefährlich aussahen und ganz und gar NICHT NACH LEVEL 1 (so hieß der Yogakurs für Anfänger)!

So… wo ist denn noch Platz?

Ich versuchte den Verrenkungen nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken, weil ich mich dadurch nur noch unbeweglicher fühlte. Und weil in der letzten Reihe oder ganz am Rand nichts mehr frei war, legte ich mich mit meiner Matte einfach dazwischen. Dieser Move sollte eigentlich auf pures Können und Selbstbewusstsein schließen. EIGENTLICH.

Mir fiel  dann doch wieder was bei den Anderen auf, denn alle hatten super viel neben der Matte liegen . So Korkblöcke, Decken, Kissen und Gurte. „DAS MUSS MAN ALLES MITNEHMEN?!“ Ich fühlte mich unheimlich schlecht vorbereitet. „Aber immerhin habe ich eine Yogamatte dabei… extra gekauft hehe.“ Als ich gerade in meiner Verpeiltheit versinken wollte, ging jemand um die Ecke am Ende des Raumes und kam mit den Korkblöcken und dem restlichen Zeug wieder zurück. GLÜCK GEGHABT!!

Meine 1. Yoga Stunde
                            Yoga Übung : Krieger 2

Auf geht’s

Dann kann es ja jetzt los gehen. Wir starteten mit einer Meditationseinheit. Das freute mich voll, denn seit 3 Monaten versuche ich Meditation immer mehr in meinen Alltag rein zu bringen. Mit Anleitung ist das ganze aber viel einfacher, sonst will man ständig seine To-Do-Liste im Kopf durchgehen. Da muss schon jemand sagen, was man gerade machen und denken oder nicht denken soll.

Danach kamen dann verschiedene Abfolgen von Asanas  (Körperstellungen im Yoga), die ich ziemlich krüppelig versuchte nach zu machen. Immer wenn ich zu den anderen schauen wollte sagte die Lehrerin aber genau das, was mir durch den Kopf ging: „Konzentriert euch auf euch, es ist egal was die anderen machen und wie sie es machen. Du wirst daraus nur ein Gefühl kreieren, dass dich von dir weg lockt. Wie z.B. Eifersucht oder Überlegenheit!“ JA! Da sagte die was! Den wie die Anderen da ihre Übungen machten, war ich doch ein bisschen sauer. „Was machen die in einem Level1 Kurs! Geh in deinen Level 2 oder 3 Kurs! Ich kack voll ab neben dir!“, dachte ich eigentlich durchgängig.

Konzentriere dich auf dich selbst

Aber irgendwann bekam ich es dann doch hin, mich mehr auf mich zu konzentrieren. Und dann klappte auch endlich einiges mehr. Was mir super schwer fiel, war es auf dem Atem zu achten und dem entsprechend die Übungen durchzuführen. Multitasking no way! Aber ich werde dran arbeiten.

Super geholfen hat es mir aber auf jeden Fall, vorher in Youtube etc. ein paar Abfolgen kennen zu lernen, so hatte ich wenigstens ein bisschen Ahnung, wie ich was machen sollte, wenn gesagt wurde „Und jetzt in den Krieger 2“ (Den mache ich übrigens auf dem Bild).

 

1. Yoga Stunde geschafft!

Nach dem Unterricht war ich irgendwie voll…. Berauscht! Also wirklich so ein heftiges Gefühl von Entspannung! Ich werde also weiter dran arbeiten und euch auf dem Laufenden halten! Könnte spannend werden :D! Jetzt aber noch mal was für euch! Unsere Lehrerin hat nämlich etwas während der Stunde erzählt, so eine kleine Geschichte, während wir meditiert haben.

 

Für euch eine kleine Geschichte

„ Es gab mal einen König in einem recht kleinen Dorf. Er hatte kein großes Gebiet zum bestimmen, oder über das er herrschte konnte, aber er kannte dafür jeden einzelnen Bewohner und konnte für jeden sein bestes geben, damit das Dorf ein wundervolles Leben hatte. Zudem, war er natürlich auch nicht so wohlhabend, wie man sich einen König normalerweise vorstellt. Aber er hatte einen Diener, der hieß Joan. Joan war von Anfang an loyal und gab alles. Für ihn war es selbstverständlich alles für den König zu tut, damit es Ihm gut geht. Er achtet darauf, dass es dem König an nichts fehlte und beachtete den Reichtum der anderen Könige gar nicht. Der Diener schaute nicht darauf, was die anderen Diener für schöne Kleider bekamen oder wie groß deren Paläste waren. Dieser konzentrierte sich einzig und allein auf SEINEN König. Wenn er müde war, war er müde und der Diener tat alles, damit der König seinen guten Schlaf bekommt. Wenn der König hungrig war, brachte Joan ihm nur das Beste Essen, welches ihn nährt und stärkt. Die Hauptsache ist, dem König geht es gut und er bekommt das Beste, was es gibt.“

Sei dein Joan für deinen Körper

J (Mit dem J meine ich jetzt aber Jil)

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