Abnehmen & glücklich sein auch bei Esstörungen

Die Glücklich?

Noch 3 Kilo dann hab ich´s geschafft dann..

Abnehmen und glücklich sein sind mittlerweile eeng verknüpft, zumindest der Gedanke daran. Aber is(s)t man dann wirklich glücklich?

Meine Erfahrungen

In der Schule war ich schon immer die sportliche, schon von klein auf. Aber in der Pubertät entdeckte auch ich, das Süßigkeiten einfach super zum Gefühle unterdrücken sind und da man sich und der Pubertät eigentlich nur nach anderen richtet, gab es viel zu kompensieren. Allerdings musste man auch „mitessen“, weil das cool war.

Damit meine ich, wenn man ein Stück Kuchen ablehnte, war man „die Komische“ und das will man ganz und gar nicht in dem Alter. Also sagte ich nie nein und nahm scheinbar auch ein bisschen zu. Nicht das es mir aufgefallen wäre aber EINER , ein Mensch hat EINMAL zu mir gesagt „Oh, du hast aber etwas zugenommen oder?“. (Achja , es war Winter und ich trug einen schön flauschig dicken Pulli). Mir fiel die Kinnlade runter und zu Hause stellte ich mich auch prompt vor den Spiegel. Jetzt sah ich es auch. Ich betrachtete mich mit dem Satz im Kopf, den ich kurz vorher gehört hatte und empfand genauso! „Man hast du dich gehen lassen!“ Hörte ich mich selber sagen.

Ich musste abnehmen, eindeutig!

Viel Viel Sport und wenig Essen

Wie geht man sowas also an? Genau: viel Sport und wenig essen. Schnell hatte ich auch meine 4 Kilo runter und ich bekam viele Komplimente und Bewunderung. Ich fühlte mich super! Aber war ich glücklich? Nein. Denn meine Gedanken, dass ich wieder zunehmen würde, liessen es einfach nicht zu. Denn mittlerweile wollte ich nur noch einen „Vorsprung“ schaffen. Ich wollte noch etwas abnehmen, dann wäre es nicht so schlimm, wenn ich etwas zunehmen würde. Versteht man das? Einige werden es verstehen, aber hey,es ist super unlogisch!! Einen Vorsprung vom Ziel schaffen, dass du eigentlich gerade erreicht hast?

Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich einfach komplett das Vertrauen zu meinem Körper verloren und schaute nur noch auf Zahlen. Zahlen in meiner Myfitnesspal App, die mir sagten, wie viel ich zu essen hatte und natürlich DIE Zahl auf der Waage, die mir sagte, wie erfolgreich der Tag war.

Keine Komplimente mehr, sondern Sorgen

ich übertieb es so sehr, das binnen kurzer Zeit, keine Komplimente mehr ausgesprochen wurden, sondern nur noch Sorgen. Jeder machte sich Gedanken um mich, was denn los sei, warum ich so dünn geworden bin. Und wieder hatten sie recht, die Anderen.Ich sah richtig krank aus und um ehrlich zu sein, der Sport fiel mir auch nicht mehr leicht. Und nu?

 War ich glücklich?

War ich irgendwann in der Zeit glücklich gewesen? Wenigstens ein kleines bisschen? JA! Und zwar in dem Moment, wenn die Waage mir anzeigte, dass ich abgenommen hatte. Und das hielt ungefähr so… ja so 5 Minuten an. Danach ging es mir aber wieder schlecht, weil es wieder ans Planen ging. Wann esse ich was und wie kann ich das ganze wieder verbrennen. Der ganze Tag drehte sich um ESSEN, nicht Essen und exzessiven Sport. Also war ich glücklich??

Nein. Weil ich auf ein Ziel hingearbeitet habe, das es nie zu erreichen gilt. Man nimmt sich oft vor, 4 Kilo abzunehmen und sobald man das erreicht, will man mehr mehr mehr. Man will einen unlogischen Vorsprung schaffen, vom eigentlichen Ziel. Was will man denn dann erreichen?? Man versinkt in Verzweiflung. Denn, man tut ja alles! Man opfert seine ganzen Gedanken, seinen ganzen Tag dafür, um noch mehr abzunehmen.Deshalb kommen viele wieder so schnell auf ihr altes Gewicht zurück. Sie haben nicht mit, sondern gegen den Körper gearbeitet und das ist einfach kacke. Der Körper will LEBEN!

Er will essen um zu Leben und nicht Leben um zu essen.

Arbeite mit DEINEM Körper

Gib ihm was er braucht! Wir haben verlernt auf ihn zu hören und schauen nur noch darauf, was wir gesagt bekommen, aber nicht was unser Körper wirklich (!) sagt. Er sagt es dir mit sooo vielen Zeichen, aber wir verstehen sie nicht mehr. Wir verstehen uns selbst nicht mehr.

Das Thema ist sooo wichtig, aber es sprengt jetzt den Rahmen. Ich schreibe im nächsten Blogpost mehr darüber :*

Versteht ihr denn was ich meine? Erkennt ihr euch vielleicht wieder?

Eure J

 

Für euch eine 5 Tage Selflove Challenge . Die macht Spaß und gibt einem mehr Gefühl für sich selbst :*

3 Replies to “Abnehmen & glücklich sein auch bei Esstörungen”

  1. Oh ja, ich verstehe sehr gut, was Du meinst…so geht es mir quasi schon mein ganzes Leben lang. Jetzt habe ich seit August mein „Ziel“ erreicht, und bin schlank..und trotzdem sind die Tage die „guten Tage“, an denen das Gewicht auf der Waage runtergeht. Am liebsten noch weiter runter…Ich versuche grad, einen „Haltekorridor“ einzuhalten und damit glücklich zu werden.
    Schwierig finde ich halt, dass ich mich – so oder so – jeden Tag mit „Essen“ beschäftigen muss. Ich muss ja essen, also muss ich überlegen, was…und entsprechend planen und einkaufen und kochen etc. Das fand ich beim Rauchen aufhören einfacher…ich rauche einfach nicht mehr. Basta!
    Ich wäre auf weitere Beiträge zu demThema sehr gespannt…wobei mich vor allem interessiert, wie Du dann damit umgehst, wenn das Gewicht doch mal steigt. Du wirkst auf allen Bildern immer sehr definiert und „fettfrei“…
    LG
    Ursula

    1. Hey Ursula, genau die Frage, werde ich im nächsten Post beantworten.:) Fotos werden immer gemacht, wenn man gut aussieht. Deshalb poste ich bei mir auf Instagram aber auch, wie mein Bauch aussieht, wenn er gerade total aufgebläht ist. Und du hast so recht, denn genau das ist es! Leuten mit einer Alkoholsucht kann man den Alkohol weg nehmen, aber Menschen mit einer Essstörung? Das ist viel Arbeit, aber das wichtigste ist der WILLE. Warum man es macht und dazu gehört auch los lassen. 🙂 Der nächste Beitrag kommt aber diese Woche , weil mir das Thema seehehr am Herzen ❤️ liegt.

  2. […] meinem letzten Blogpost ging es um Abnehmen uns Glücklich sein. Natürlich schneide ich da auch das Thema Essstörung an, denn da rutscht man schnell rein, […]

Schreibe einen Kommentar