2017 – Was sich für mich geändert hat #Rückblick

2017

Heute geht es um einen Rückblick von meinem Jahr 2017. Warum? Weil ich überall lese, „wie schnell das Jahr doch umgeht“. 
Und das kann ich auch voll verstehen! Aber irgendwie war es dieses Jahr anders bei mir. 

Was ist 2017 für mich 

Ich denke die ganze Zeit „Was? Es ist immer noch 2017?“. Ich habe in 2017 so viele Entscheidungen getroffen, war oft mutig und habe meine Komfortzone verlassen, habe einiges geändert, bin bewusster geworden. Letztendlich habe ich mich besser kennen gelernt. Wie, erzähle ich euch gleich.
Aber durch diese Veränderung in mir und in meinem Verhalten, habe ich das Gefühl,  dass kann nicht alles in einem Jahr passiert sein. Ich war am Anfang des Jahres so ein anderer Mensch.
Gestresst und unglücklich, weil ich was studiert habe, was mich komplett eingenommen hat, was mich aber nicht mal ein bisschen erfüllte. Ich habe mich nachdem gerichtet, was von Außen kam und nicht was mein Inneres zu mir sagte.

2016 habe ich viel geredet, aber nichts umgesetzt. 2017 habe ich angefangen umzusetzen und weniger zu reden.

Studium

Ich studierte noch Ende 2016 Sportmanagement. Ja, das ist ein cooler  Studiengang. Aber mein Inneres war nicht glücklich. Ich war nicht glücklich. 2 Jahre hatte ich schon „geschafft“. Es war „nur“ noch ein Jahr. Aber ich wusste, dieses eine Jahr wird in mir etwas zerstören. Pro Studium war nur, dass ich dann was sicheres habe und das mein Umfeld happy ist. Contra war so viel mehr! Aber vor allem dieses „Anti-Gefühl“ , dieses „ich- verrate- mich- selbst“ Gefühl. Das heißt nicht, das jeder der das studiert sich selbst verrät. NENENENE! Aaaaber ich, ich als Individuum habe mich da einfach nicht wieder gefunden und ich beneide jeden, der sich jetzt schon in dem Studium wiedergefunden hat. 
Und jetzt Rückblickend bin ich so glücklich darüber, dass ich mich gegen das Studium entschieden habe.
Denn diese Entwicklung die ich dieses Jahr gemacht habe, hätte ich mit dem Studium nicht geschafft, weil ich kein WARUM für dieses Studium hatte.Ich wollte das nur studieren, weil es alle von mir erwarteten. Aber das ist keine Motivation, die einen lange  an treibt.
Ich entschloss mir wirklich Zeit zu nehmen und herauszufinden, was ich WIRKLICH will. Ich wolle endlich reisen und etwas von der Welt sehen. Erfahrungen sammeln. Bei mir sein und mich neu erfinden- beziehungsweise das was in mir war, endlich kennen zu lernen.

 

Reisen 2017

Indien

Ich  habe im Februar 2017 meine erste große Reise gemacht und das alleine. Ich bin für 5 Wochen nach Indien und habe ein Yogaausbildung gemacht. 2016 habe ich die Entscheidung dafür getroffen und ohne zu wissen wie ich das Geld zusammen bekomme, die Ausbildung gebucht. Ich wusste, ich will es unbedingt tun. Da war etwas in mir, das wollte es so sehr! 
Diese Ausbildung war der Startschuss für so vieles. Ich lernte Ayurveda kennen und war richtig angefixt mir dem Thema. 
Ich lernte zu meditieren und wurde ruhiger. Achtsamer. 

Yogaausbildung 

In dem Ashram (= Yogaschule) war es wirklich nicht leicht. Wir hatten bei Glück, 10 Min Wlan am Tag, was wir mit 46 anderen Leuten teilen mussten. Also viel Ablenkung war nicht. 
Jeden Tag morgens direkt eine Stunde Meditation. Das heißt, eine Stunde im Schneidersitz sitzen. Jeden Tag 5 Stunden Yoga, jeden Tag 3 Stunden Anatomie/Phylosophie. Alles sehr gut getacktet.
Wir hatten krass wenig Freizeit. Wir waren am Arsch der Welt. Nichts um uns herum. Zum Duschen gab es fast nur kaltes Wasser. Aber das Essen war sehr sehr lecker.
Es hat mich geformt. Ich war das erste Mal Stolz auf mich, das ich es durchziehe und ein Warum hatte.
Ich blieb  dann noch eine Woche, um ein bisschen mehr von Indien zu sehen.

Die Zeit zwischen Indien und der nächsten Reise

Im Mai war dann schon die nächste große Reise mit einer Freundin geplant. Die Zeit zwischen Indien und Thailand war extrem stressig für mich. Ich musste noch Geld für die nächste Reise verdienen und erstmal klar kommen, auf das ganze gelernte in Indien. Alles was ich gelernt hatte, hat einfach so null mit der westlichen Kultur zusammen gepasst. Ich war überfordert. Und legte auch eine Instagram und Youtube Pause ein. Ich war mir nicht sicher, was ich euch das zeigen wollte. Ich fühlte nur, das das was ich bisher tat, mich nicht erfüllte. Das das nicht vollkommen ich war. Da war etwas anderes.

Vor allem auch die Angst vor der Änderung, veranlasste mich zu einer Pause.

Thailand

Vier Wochen Thailand standen auf den Plan und ich hatte das Gefühl, die ersten Tage noch den ganzen Stress von der „Zwischen-Phase“ in mir zu tragen. Ich konnte gar nicht wirklich wahrnehmen, was um mich herum passierte. Obwohl ich mit meiner Freundin jeden Tag meditierte, war ich unruhig.
Ich reiste die ersten zwei Wochen mit meiner Freundin und die anderen Zwei Wochen trennten wir uns. Aber nur, weil sie gerne mehr Tiere sehen wollte und ich die Stadt (weil da jemand auf mir wartete).
Die Zeit alleine war so eine gute Entscheidung. Ich hatte das Gefühl runter zu kommen. Nur mich hören zu können.
Auch Thailand hat mich geprägt. In Thailand habe ich alles von Indien Revue passieren lassen können.
Die Philosophie aus Indien fand sich einfach auch durch den Buddhismus in Thailand wieder. Ich erkannte so viel, was ich in Indien gelernt hatte, wieder. 
Ich hatte das Gefühl, endlich verarbeitet zu können. 
Nach vier Wochen flogen wir zurück nach Deutschland.

Verliebt in Thailand?

Eine Woche hielt ich in Deutschland aus, musste ja auch mal irgendwann arbeiten. Und dann flog ich zurück. Der Grund?
Der Mensch, der in Bangkok auf mich wartete. Mein jetziger Freund.
Das gehört wohl auch zu der Änderung 2017 dazu. Und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Wir lernten uns nicht wirklich in Thailand kennen, sondern ein bisschen vorher. Aber wir lernten und wegen Thailand kennen. Lange Geschichte, auf jeden Fall trafen wir uns, weil er sehr oft beruflich in Thailand ist.
Und seine Tipps waren Goldwert! Nicht diese :

Du musst unbedingt Pad Thai essen. Und den Tempel XY sehen. Verhandeln musst du auch immer.-Tipps

Neee, sondern Tipps wie das Bahnsystem funktioniert. Tipps wie wir günstiger an Sachen ran kommen. Wie man seine Handykarte holt. Am besten Geld wechselt. 
Wir verliebten uns aber in Thailand. Und weil er beruflich länger bleiben musste, bin ich direkt nach einer Woche Deutschland, wieder zurück für 2 Wochen Thailand.

Neues Studium 

Während ich in Thailand war, hatte ich schon unzählige Bücher über Ayurveda durch gebüffelt. 
Ich redete mit meinem Freund und meiner Freundin darüber, dass ich für das Thema brenne. Ich schaute nach Möglichkeiten Ayurveda zu studieren und fand sogar eine und zwar in Hamburg als Fernstudium.
Und das war es! Genau das! Ich liebe es, ein Fernstudium zu machen. Das Selbstständige arbeiten und organisieren ist genau meins. Ich habe schon sechs Hausarbeiten  geschrieben und alle mit einer 1,0 abgeschlossen. Ich liebe es einfach dafür zu lernen und mehr zu erfahren. 
Endlich habe ich erfahren, dass studieren wirklich spaß machen kann.

Vom Fitnesswahn zu Yoga 

Bevor ich nach Indien flog, war ich noch voll im Fitnesswahn. Zu der Zeit bin ich 2x am Tag !!! ins Gym. Also ich bin jeden Tag ins Gym, aber 3-4x war ich zwei mal am Tag. 
Warum? Weil ich süchtig war. Und weil meine Unverträglichkeiten mir krasse Wassereinlagerungen bescherten, die ich damit versuchte einzudämmen.
Im Januar 2017 war ich noch so verzweifelt. Ich hasste dieses Zwang ins Gym zu gehen. Ich war müde und fand kaum Zeit für irgendetwas anderes.

In Indien die 4 Wochen nur Yoga waren hart für mich! Ich war krass aufgedunsen, weil wir im Ashram nur Vegan Speisen bekamen und diese quasi nur aus Kohlenhydraten bestand.
Aber ich hielt durch. Gab mein bestes und änderte Stück für Stück meine Art zu denken.

Meine Ernährung und meine Unverträglichkeiten 

Anfang des Jahres ernährte ich mich noch relativ LowCarb. Durch meine Unverträglichkeiten (Gluten, Fruktose, Laktose), war das für mich die beste Option. 
Als es dann in Indien nur Kohlenhydrate gab, war ich ein einziger aufgeschwemmter Klotz. Mein Körper zog unnormal viel Wasser. Jetzt weiß ich auch warum. Denn vor 3 Monaten fand man den Candida Pilz in meinem Darm und der ernährt sich von Zucker und Stärke.
Durch diese Diagnose konnte ich endlich was machen!! Die Jahre davor war ein einziges Chaos. Ich hatte scheinbar nichts mehr vertragen.
Den Candida Pilz bekam ich gut in griff und jetzt geht es mir sooo viel besser!!! 
Momentan ernähre ich mich noch mit Mischkost. Also noch Fleisch, Eier, Milch sind auch noch dabei.
Einfach weil der Candida Pilz so besser in Schacht gehalten wurde.
Aber ich werde mich wieder langsam der veganen Ernährung annähern. Noch habe ich zu viel Angst, weil ich dadurch so krasse Magenprobleme bekommen hatte. Beziehungsweise zu der Zeit als ich mich vegan ernährte, hatte ich krassen Stress und es folgten meine ganzen Unverträglichkeiten. Und wegen dem Pilz habe ich auch Angst, dass er dann zurück kommt. Alles Step by Step.
Nicht zwanghaft. Ich werde auch flexibel sein. Aber wenn es vegane Alternativen gibt, werde ich diese eben wählen.

Stolz 

Jetzt wo ich das schreibe, empfinde ich so viel Stolz für mich. Und stolz auf sich zu sein, zeugt nicht von Arroganz, sondern von Selbstliebe. Oft habe ich da Gefühl ich komme nicht voran. Das ich nichts schaffe und viel mehr in meinem Kopf habe, als ich wirklich umsetzte. Aber jetzt wird mir klar, dieses Jahr war eine Wende für mich. Und ich werde weiter wachsen. Werde mutiger sein. Werde mich mehr trauen und noch mehr auf mein Gefühl hören. Denn was sollte ein Gefühl sonst sein, wenn es nicht die innere Wahrheit ist. Ein Hinweis darauf, was dein wirkliches Ich wahrhaftig will.

 

Wie ist es bei dir

Was beutetet 2017 für dich? Hat sich was geändert oder hast du gemerkten was du ändern möchtest?

Deine
Jil

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