Ohne Worte- Wer bin ich eigentlich? Daily Blog

Wer bin ich

Tag 2/365 Thema: Ohne Worte -Wer bin ich eigentlich?

Die Frage stelle ich mir schon so lange. Viel zu spät habe ich mir angefangen diese Frage zu stellen. Habe nach außen geguckt und nicht nach innen.

Bin ich meine Handlungen?

In vielem Situationen reagiere ich aus Affekt. Es spielt sich einfach ab. So schnell, ohne das ich nachdenken kann. Ich habe vor manchen Sachen Ablehnung und weiß nicht warum. Manche Sachen mache ich so gerne, dass ich nichts weiß wie ich diese Tätigkeit in ein Wort fassen kann.
Oft versuche ich mir selbst zu beschreiben, wer ich bin. 

Doch in der Stille, ohne die Worte der Anderen- ohne die Ohren einer weiteren Person-fehlen mir die Worte. Mir fehlen die Worte mich zu beschreiben. Ich fische danach. Suche Worte die sich gesprochen gut anfühlen und zu mir gehören. Aber ich finde keine.
Damit fühle ich mich leer. Welches Wort ist mein Wort?
Wenn ich nicht mal eins finde, wie kann ich mich dann beschreiben?

Bin ich das, was andere sagen?

 

Andere Personen beschreiben mich so leicht.  „Du bist sportlich. Du bist selbstbewusst. Du bist Ehrgeizig.“ 
Aber was bin ich, wenn ich mal nicht zum Sport gehe? Wer bin ich, wenn ich mal einen schwachen Moment habe?
Wenn dann diese Worte nicht passen entsteht eine Leere. Das Wort passt nicht mehr in die Zeile von „Ich bin…“.
Bin ich also mehr oder bin ich weniger?
Bin ich temporär  oder etwas beständiges?
Man kann sagen, dass ich ein Mädchen bin. Aber mein Optisches kann ich auch beliebig ändern, wenn ich es möchte. Es wäre also auch nicht beständig. Mein Alter ändert sich jedes Jahr. 
Aber Zeit ist relativ und sagt auch nichts aus, außer das wir uns besser verständigen können.

Für eine Eintagsfliege ist ein Tag, wie für uns ein ganzes Leben. Sie sieht alles verlangsamt. Für einen Baum ist unser Leben, ein Tag. Die Zeit vergeht für jeden unterschiedlich schnell.Was ist also Zeit?

 

Vielleicht bin ich komisch?

Bin ich komisch, weil ich mir diese Frage stellen? 
Mir Gedanken darüber zu machen, lässt in mir das Gefühl erwecken schwach zu sein. Ich bin mir doch am nächsten, warum kenne ich mich nicht?

So oft verändere ich Sachen. Meine Gewohnheiten. Ich muss Momente erfahren um zu wissen, ob sie zu mir gehören.
Die Menschen um ich herum macht es verrückt. Zu schwer mich zu beschreiben. Man gibt es dann gerne auf, denn im nächsten Moment bin ich wieder etwas anderes.

Aber warum beschreiben mich nur die Sachen die ich mache? Gibt es nicht eine Konstante?
Denn bei allem was ich mache… bin doch ich. Aber wer bin ich dann?

In 7 Jahren bist du ein neuer Mensch

Wusstest du, dass sich jeder deiner Zellen im Körper erneuert? Es gibt verschiedene Arten von Zellen in deinem Körper. Die Leber hat andere Zellen als dein Herz oder deine Knochen. Jede der Zellen braucht eine bestimmte Zeit, um sich zu erneuern.
Aber nach 7 Jahren bist du ein komplett anderer Mensch, als du es jetzt bist. Jede deiner Zellen ist neu. 
Aber irgendetwas war doch die ganze Zeit da. Irgendetwas hat dieses Wandel mit gemacht und das Gefühl gehabt, es hat sich nichts verändert, außer das die Zeit verging und ihre Spuren hinterlassen hat.
Was ist es, dass diesen Wandel mit macht?

Wer bin ich?

Es passt also kein Wort zu mir. Keine Charaktereigenschaft. Nichts ist so konstant, dass ich es sein könnte. Also wer bin ich dann?
Ich bin… alles irgendwie.
Ich bin einfach alles. Man findet alles in mir. Ich liebe, ich bin wütend, ich bin geizig und ich bin spendabel. Ich bin faul, ich bin sportlich. Ich liebe Herausforderungen und ich habe Angst.
So viele kontroverse Sachen bin ich. Denn ich habe nur den Moment, um mich beschreiben zu können.
Denn nichts ist konstant.

Ich bin in dem Moment das, was mein ICH braucht.
Früher habe ich mich an Beschreibungen geklammert. „Du bist sportlich.“ Und dann habe ich mich schlecht gefühlt, wenn ich nicht am Sport machen war. Wer war ich denn sonst, wenn ich nicht sportlich bin? Dieses Wort haben doch alle immer für meine Beschreibung genutzt.

So viel mehr

 

So viel mehr. Denn ich bin scheinbar alles.
Ein Wunder aus allem. Wir bestehen aus Sternenstaub. Wusstest du das? Jede unserer Zellen besteht aus noch kleineren Einheiten, bis wir endlich zum Atom kommen. Ein Atom ist so unfassbar klein. Es ist wirklich nicht fassbar.
Wir bestehen aus dem, was um uns ist. Alles was in uns ist, findet sich in uns herum wieder. Wir bestehen aus den Atomen, aus denen Sternenstaub besteht. Und Sternenstaub besteht aus den Atomen, aus denen wir bestehen.
Wir haben das ganze Universum in uns.  Unerklärliche Dinge laufen in uns ab. Die Wissenschaft tut sich selbst noch damit schwer, zu erklären warum wir Gähnen. Viele Theorien gibt es, aber richtig bewiesen ist es noch nicht. So etwas alltägliches ist nicht mal fassbar.

Wir sind ein Wunder

 

Also warum versuchen wir uns mit Worten zu beschreiben? Weile es fassbar ist. Weil wir so etwas gerne tun. Aber es beschreibt uns nicht mal annähernd.

Verzweifelnd oder? Oder vielleicht auch einfach Türen öffnend. Du kannst alles sein, was du sein möchtest. Denn keins der Worte wird dich auf den Punkt treffen. Du bist so unfassbar viel mehr.

Aber es können sich Muster wieder erkennen, von dem was du gerne machst und von dem, was dir widerstrebt. Dein Gefühl sagt dir das. Wenn du lernst auf dein wirkliches, ungetrübtes Gefühl zu hören, bewegst du dich in eine Richtung in der du dich näher kennen lernst. Wende dich ab von den Worten und gehe rüber zu den Erfahrungen. 
Erfahre wer du bist und liebe dich genauso. Ohne Worte.

Was sagst du dazu?

Was sagst du? Ich freue mich, mich mit dir in den Kommentaren auszutauschen.

 

Deine
Jil

2 Replies to “Ohne Worte- Wer bin ich eigentlich? Daily Blog”

  1. Ich würde ja sagen, Du bist einfach ein Scannertyp….bin ich auch, und lange hat mein Umfeld überhaupt nicht kapiert, wie ich ticke und warum ich ständig anders bin und navh Neuem suche. Seit ich die Bücher zu dem Thema gelesen habe, frage ich mich nicht mehr, was ich „bin“, sondern viel mehr: was möchte ich als nächstes lernen/erfahren/tun? Denn das ist es, was mein Geist und meine Seele brauchen um glücklich zu sein….

    1. Aber was bin ich, wenn ich mal nicht scanne?
      Das finde ich so schön, was du gesagt hast! Ähhh geschrieben hast „(..) Frage ich mich nicht mehr was ich bin, sondern viel mehr: was möchte ich als nächstes lernen und erfahren!“ Traumhaft!!! Da finde ich mich auch wieder :). Ich möchte es erfahren und nicht mehr denken. Danke danke, der Satz inspiriert mich mega!!!

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