Geben und nehmen- Die Liebe dahinter

Daily Blog 11/365 Thema : Geben und nehmen- die Liebe dahinter

Warum geben wir etwas?

Ich habe schon früh gelernt, wenn ich etwas bekomme, muss ich auch etwas zurück geben. Bei mir hat sich das so eingetrichtert, dass ich mich gar nicht mehr traue irgendetwas anzunehmen. Aus Angst nichts zurück geben zu können.
Die ganze Zeit habe ich im Hinterkopf „Der andere verlangt bestimmt irgendwas dafür.“

Umso dankbarer bin ich für die Erfahrung, weil ich dafür umso mehr gebe. Ich gebe ohne Hintergedanken
Ich liebe es wenn sich jemand freut.
Dachte ich zumindest. Aber ich habe festgestellt, dass auch ich Erwartungen an den Empfänger habe. Ich erwarte, dass er  nutzt was ich ihm gebe. Dazu gehört, dass ich häufig nachfrage, ob er mein Geschenk verwenden kann. Wie es ihm gefällt etc..
Anstatt einfach los zu lassen nach dem Schenken.

Deshalb schreibe ich dieses Blogpost. Für mich und für euch. Um zu verstehen, was Geben wirklich bedeutet.

Geben um der Freude willen

Viele gebe nicht gerne, weil sie dann denken sie haben nichts daran gewonnen.
Uneigennütziges Handeln ist heutzutage glaube ich extrem selten.

Manche schenken um Liebe zu bekommen. Oder sie geben um jeden Tag ein untergebenes „Danke“ zu hören. Manche geben um sagen zu können: „Damals habe ich dir aber auch….“ Bla bla. Irgendwann wird zurück gefordert, was man gegeben hat. Sei es ein Gefallen, ein Geschenk oder anderes.

Dann lieber nichts geben. Wenn du nur etwas gibst, weil du etwas zurück haben möchtest, gebe es nicht. Denn dann wirst du nur enttäuscht. Wenn ich zum Beispiel etwas schenke, in der Erwartung der andere benutzt es 24/7, werde ich enttäuscht sein wenn es nicht so ist (was höchst wahrscheinlich der Fall sein wird). Aber etwas zu schenken, sollte doch nicht mit einem negativen Gefühl verbunden werden.
Lernen zu geben, weil man es gerne tut, das macht jeden glücklich. Deinen Gegenüber und vor allem dich selbst.

Wenn man ständig im Kopf zusammen zählen muss, wem man was gegeben hat und was man zurück bekommen wird, ist das doch unnormal stressig. Lass los.

Schenke. Gebe. Sei glücklich. Ohne Erwartungen und Bedingungen.

Die Kunst des Gebens

Was ist wohl schwieriger? Jemanden ohne Eigennutzen etwas zu geben den man nicht kennt oder jemandem der einem nah ist.

Es ist mehr die Kunst jemandem etwas ohne Eigennutzen zu geben, der einem nah ist.
Gibt man einem Fremden etwas, wird das „Geschenk“ vielleicht kleiner ausfallen und erst nach langem Zögern gegeben. Aber damit hat es sich auch schon. Man kann es nicht so leicht zurück fordern und kann eben so gut einen Haken dahinter machen. Die Erwartungen sind extrem gering, bis gar nicht vorhanden.

Gibt man aber jemanden der einem nahe steht etwas, wird es ein bisschen schwieriger. Diese Person tingelt die ganze Zeit um einen rum und wir fangen an Erwartungen zu stellen.
Wenn die beschenkte Person mal einen kleinen Ausraster hat, wird diese direkt zurecht gewiesen wie respektlos sie doch sei, nach dem Geschenk so etwas zu machen.

Denn mit dem Geschenk hat die Person sich scheinbar in die Bredouille gebracht, nie mehr ein böses Wort gegen die schenkende Person zu sagen. Quasi ein stiller Vertrag. Ein ziemlicher Schrott-Vetrag.
In dem Vertrag würde dann so etwas stehen wie:

Nimmst du dieses Geschenk an, wirst du immer lieb zu mir sein müssen. Alles andere wäre respektlos und würde dich kacke dastehen lassen. Ebenso währe es respektlos, wenn du mein Geschenk ablehnst. Also hiermit bist du mir ewige Dankbarkeit schuldig.

Oder die Erwartung steigt, dass das Geschenk beglichen wird oder es eventuell in einer brenzlichen Situation als Druckmittel verwendet werden kann.
Wow! Da freut man sich ja richtig auf das Geschenk. Her damit! Nicht.

WARUM??

Kein Wunder, dass viele viele Menschen Angst haben irgendetwas anzunehmen. Kein Wunder, dass vor allem Misstrauen entsteht, wenn man etwas bekommt ohne scheinbaren Grund.
Und es wird einfach immer wieder bewiesen, dass mit einem Geschenk unzählige Erwartungen übergeben werden.

Stop it!

Mein Gott. Wenn ein Geschenk oder eine Geste also heisst, dass man auf ewig dankbar sein soll… neeeee danke.
Schenke etwas, weil du dir damit etwas gutes tust und gleichzeitig tust du jemand anderem etwas gutes.
Mit schenken meine ich auch Gesten. Zum Beispiel jemanden einen wichtigen Kontakt zu geben, ohne zu erwarten alles zurück zu bekommen.

Wenn du gibst ohne zu verlangen, wird dir so viel mehr zurück gegeben

Dadurch das du gibst, hast du wieder viel mehr Platz um zu empfangen. Das Gesetzt der Anziehungskraft. Gib und du wirst bekommen.

Und so ist es auch! Ich gebe soo gerne. Und auch wenn ich gerade knapp bei Kasse bin, gebe ich dem Obdachlosen neben dem Bäcker etwas Geld.  Ohne mit erhobenem Zeigefinger zu sagen „Kauf dir aber keine Drogen davon.“ Ich mache es einfach, weil ich dem Universum damit zeige, dass ich so viel habe das ich es weg geben kann. Also erhalte ich auch welches.
Es ist quasi ein Dank an etwas, dass noch nicht eingetroffen ist. „Danke, dass ich so viel Geld habe, dass ich etwas davon abgeben kann.“ Es ist noch nich eingetroffen, aber jetzt schon dafür dankbar zu sein, zieht mehr von dem an, als du brauchst.

Gib und du wirst bekommen

Verstehst du was ich meine?

Ein Wunsch drückt aus, dass du in einem Mangel bist. Du wünscht es dir, weil du es nicht hast. Also ziehst du diesen Mangel weiterhin an.
Dankbarkeit für etwas, zeigt das du etwas besitzt und dich darüber freust. Und so wird es auch sein. Alles was du denkst, ziehst du an.

Und genauso ist es mit dem Geben. Wenn du bedingungslos etwas gibst, drückst du damit deine Dankbarkeit aus, dass du es besitzt. Und so wird es auch sein. Du wirst es noch stärker als zuvor anziehen und bald genug besitzen.

Gebe also als Zeichen der Liebe zu dir und deiner Zukunft. Gebe ohne von der anderen Person etwas zu fordern. Denn du wirst bald genug vom Universum beschenkt werden.

Zeig ein dickes Danke an das was dich erreichen wird und vertraue darauf.

Gebe mit Liebe und ohne Forderungen.
Du wirst damit extrem glücklich sein.

Deine

Jil

Schreibe einen Kommentar