Food Meditation- lerne achtsam zu essen

Daily Blog 16/365 Thema: Food Meditation

04.01.2018

Janesh Vaidya hat uns heute beigebracht, wie man richtig während dem Essen meditiert bzw. mit dem Essen meditiert.

Heutzutage essen wir häufig nur wegen des Geschmacks und weil wir unsere Bäuche gerne voll haben. Das Gefühl ist für uns befriedigend. Aber, wenn wir wirklich auf unseren Körper hören würden und achtsam unser Essen genießen, bräuchten wir viel weniger Nahrung.

Im Ayurveda bezeichnet man Nahrung als Medizin.
Extrem selten sehen wir aber Nahrung als solche. Wir essen Süßkram, den keiner braucht. Trinken Alkohol und rauchen im Übermaß. Der Körper braucht es nicht und trotzdem tun wir es. Weil uns etwas fehlt. Wir haben den Drang nach Rauschmitteln oder nach Übermaß an Süßigkeiten, weil uns irgendetwas fehlt. Mal etwas Alkohol ist nicht schlimm. Aber dann sollte es mit Genuss von statten gehen und nicht in einer endlosen Sauferei enden, die irgendein Gefühl betäuben soll.

Wir haben verlernt richtig zu essen. Essen ist Medizin.

 

Food Meditation -Bei der nächste Mahlzeit mache folgendes:

Wir essen 3-5x am Tag, also haben wir die Chance 3-5x am Tag zu meditieren und unser Essen zu genießen. Und so wird eine Food Meditation gemacht, also eine Meditation mit deinem Essen.
Setze dich vor deinen Teller und betrachte dein Essen. Was siehst du vor dir. Welche Farbe hat es und kannst du dem einen Namen geben. Jetzt denke darüber nach, was für ein Zufall oder Schicksal es sein muss, dass genau dieses Nahrungsmittel bei dir auf dem Teller gelandet ist.

Das gab es heute bei mir zum Mittag
Das gab es heute bei mir zum Mittag

Wie bei mir heute. Als ich noch in Deutschland war, war das Essen auf meinem Teller noch eine kleine Saat in der Erde. Es ist durch den Einfluss von Sonne und Regen gewachsen. Jemand hat es geerntet, jemand hat es verkauft und jemand gekauft. Dann wurde es zubereitet und schließlich wurde mir der Teller mit genau diesem Nahrungsmittel gegeben. Was für ein Zufall, dass genau dieses Nahrungsmittel jetzt bei mir ist. Als wäre es für mich bestimmt.

 

Food meditation – Das Essen ist für dich bestimmt

Und so ist es auch. Das Essen ist für mich bestimmt. Es nährt meinen Körper. Ich lasse es in meine innere Welt. Und wie empfängt man Gäste? Genau, mit einem Lächeln. Freue dich über das Essen und sei dankbar. Mache dir das vor jedem Essen bewusst, noch bevor du anfängst.  Sei dankbar und dann fühle es, rieche es, schmecke jeden kleinen Bissen.

Wenn du kaust, kaue gründlich. Erst bei den letzten 5 von 24 Kaufvorgängen, kommt der richtige Geschmack zum Vorschein. Wie zum Beispiel bei Brot. Kaue mal Brot so lange, bis es eine flüssige Konsistenz erhält. Es wird am Ende süß schmecken.
Und so ist es mit allen Nahrungsmitteln. Sie haben mehr als nur einen Geschmack in sich. Dieser entfaltet sich aber erst nach mehreren Aufspaltungen.
Wusstest du, dass Knoblauch alle Geschmacksrichtungen in sich trägt, bis auf die Geschmacksrichtung salzig?

 

Die Entdeckungsreise während der Food Meditation

 

Geh also mit Hilfe der Food Meditation auf Entdeckungsreise und entdecke den Geschmack jedes Nahrungsmittels mit voller Dankbarkeit.
Wenn es dir schwer fällt, schließe die Augen während du kaust und lasse dich ganz auf dein Essen ein. Oh und natürlich wird nicht geredet. Deshalb probiere es erstmal für dich aus, wenn du alleine bist. Und wenn du es integriert hast, kannst du dich in Gesellschaft üben und schauen wie es für dich funktioniert. Zum Beispiel legst du die Gabel einfach beiseite, wenn du etwas zu sagen hast und isst erst weiter, wenn du fertig bist mit reden. In Gesellschaft sollte man dann lieber nur kleine Bissen von dem Essen nehmen. Wenn du was gefragt wirst, hast du trotzdem noch die Chance diesen kleinen Bissen gründlich zu kauen, während die andere Person dich mit ihrem starren Blick dazu drängt, die Frage endlich zu beantworten. Konzentriere dich und genieße dein Essen in vollen Zügen. 

 

Die Ungeduld während der Food Meditation

 

Ich habe gemerkt, dass mich eine ziemliche Ungeduld durchströmt, wenn ich die Food Meditation durchführe. Es dauert ewig bis man fertig ist. Da hat man auch gar keine Lust mehr große Portionen zu essen, weil man dann den halben Tag damit verbringt zu essen.  
Auch bin ich schnell satt,  obwohl noch die Hälfte auf dem Teller liegt. Ich esse einfach zu gerne, aber häufig mit zu wenig Achtsamkeit. Also muss man anfangen sich bewusst zu machen, was Hunger und Sättigung eigentlich bedeutet.
Wenn ich satt bin, bin ich satt.
Mein Körper hat das erhalten was er benötigt. Also wieso sollte ich noch mehr essen? Ich esse doch eigentlich nur, um meinen Körper zu nähren.

Meine Verdauung bekommt auch so die Chance sich auf jedes Lebensmittel einzustellen. Denn schon im Mund wird vorverdaut und der Magen kann sich vorbereiten.
Und das tut einfach unheimlich gut!!!

Und wenn man mit so viel Aufmerksamkeit isst, lässt man nicht so schnell einen Döner oder industrielle Süßigkeiten in den Körper kommen.

Nähre deinen Körper

Alles was du isst, wird deinen Körper nähren. Und entweder ist es Medizin für dich oder Gift. Alle natürlichen Lebensmittel sind Medizin für den Körper. Warum sollten sie sonst essbar sein. Sie sind die direkte Quelle für jeden.
Also wähle deine Nahrungsmittel mit bedacht und nach Verträglichkeit.

Ich bin gespannt wie das wird, wenn ich in Deutschland bin. Aber ich will es! Es tut mir so gut und die Dankbarkeit die man während dem Essen verspürt ist der Wahnsinn. 

Was sagst du dazu? Probierst du es aus?:)

Deine 
Jil

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